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ÖDP-Kreisverband Regen im Staatspreis-Wald

Informative Begehung im Vorzeige-Forst

Viechtach. Ein lehrreicher Vormittag hat mehrere Kreistagskandidaten der ÖDP in den preisgekrönten Privatwald zu Fuß des Hohen Bogen von Johann Kastl geführt. Welcher Wald hat Zukunft in Zeiten von Klimawandel und Artenschwund? Gerne war der prämierte Waldbesitzer bereit, auf seinen Flächen sein breites Wissensspektrum weiterzugeben. Die wichtigste Basis für den Waldbau sei ein von einem Forstfachmann erstelltes Bodenkataster. Auf dieser Grundlage entscheide er über geeignete Baumarten in seinem Revier. Einige Arten kämen damit von vorneherein nicht in Frage.

Was auch zu einer entscheidenden Verbesserung geführt habe, sei das erzielte Verhältnis Wald zu Wild. Bei Kastl gibt es keine großen Verbissprobleme mehr. Der Jungwuchs habe jetzt gute Chancen sich zu entwickeln. Die Tanne setzt sich im begangenen Revier gegenüber der Fichte durch. Zusätzlich zum Nadelholzanteil gibt es Laubbäume wie Buche und Ahorn, als Altbestand und auch als Nachpflanzung. Er experimentiere auch mit Eiben.

Über die gängige Förderungpolitik wurde ebenfalls diskutiert. So wie in der Landwirtschaft, gäbe es für den Forst häufig Programme, die in der Nachbetrachtung wenig sinnvoll und zielführend seien. Kastl verzichtet daher weitgehend auf solche Programme. Aufgrund seiner langjährigen Beobachtungen und Erfahrungen, vor allem der unverzichtbaren Bodenuntersuchung, habe er jetzt einen Wald mit gesunder Baummischung. Sowohl die vorhandene Artenvielfalt, wie auch der Altersschnitt seiner Bäume verdienten nach Meinung der ÖDP-Waldbegeher auch heute noch den Staatspreis. Kastl hat zudem mit weiteren Waldbesitzern vor einigen Jahren die Bayerwaldwärme, Bad Kötzting GmbH & Co. KG, gegründet, die mit Hackschnitzeln aus eigenen Wäldern z.B. Bad und Krankenhaus mit Energie versorgt. In diesem Zusammenhang bedauerte die Viechtacher ÖDP-Kreisrätin Brigitte Baueregger, dass er einstige Versuch von Waldbauern, öffentliche Einrichtungen in Viechtach mit nachwachsendem Holzrohstoff zu versorgen, an der Ablehnung des damaligen Bürgermeisters gescheitert sei.

 

 

 


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